Was sind die Ziele?

 

Die Ziele von Ergotherapie im neurologischen Bereich können je nach Krankheitsbild unterschiedlich sein. Federführend ist aber die Erlangung der Fähigkeiten der Selbstversorgung und Alltagsbewältigung.

 

Durch das Training der Geschicklichkeit, Mobilität und Körperwahrnehmung soll dieses Ziel erreicht werden. Spürbar können eine verbesserte Körper- und Sinneswahrnehmung, Ausdauer und Belastungsfähigkeit sein. Auch die Konzentration und Aufmerksamkeit werden untertützt und geübt.

 

 

 

 

 

 

 

Eine neurologische Erkrankung zeichnet sich durch eine Störung, Einschränkung oder Schädigung des zentralen Nervensystems aus. Die Folge ist eine vorübergehende oder andauernde Herabsetzung der Handlungsfähigkeit im weitesten Sinne.

 

Die ergotherapeutische Behandlung im neurologischen Bereich setzt daher beispielsweise bei der Wiedererlangung der Körperwahrnehmung, Aktivierung und Stärkung der gesamten Muskulatur, der Koordination und der kognitiven Fähigkeiten an.

 

Krankheitsbilder sind zum Beispiel Hirninfarkt, Schlaganfall, Demenz oder Querschnittslähmungen.

 

 

.

Ergotherapie im neurologischen Bereich

 

Welche Behandlungen werden angeboten?

 

Bobath                                Schmerztherapie

PNF                                      Migränetherapie nach B. Kern

NAP                                     Traumatherapie

Handtherapie                   Medi Tape

Sanfte Manuelle Therapie nach Dr. Graulich                               

Manuelle Therapie nach Philipp Werkmeister                                   

 

Neben der Behandlung in unserer Praxis bieten wir auch Hausbesuche an.

 

Und im Detail?

Traumatherapie

Traumata sind ganz bestimmte, tief sitzende Erinnerungen an etwas, die nicht nur in unserem Gehirn, sondern auch in unseren Körperzellen gespeichert werden. Sie können emotionaler, geistiger und körperlicher Art sein. Diese Erinnerungen können durch Berührungen und Bewegungen reaktiviert werden und lösen verschiedene Reaktionen aus – sowohl körperlich als auch emotional.

 

Eine Traumatherapie ermöglicht es, die in einem Trauma aufkommende Energie durch Fließen und Lösen auf zellularer Ebene in Bewegungsenergie umzuwandeln und mithilfe dieses Prozesses die körpereigenen Ressourcen zur Stabilisierung zu nutzen.

 

 

PNF

Die PNF ist eine dreidimensionale Behandlungsmethode von natürlichen physiologischen Bewegungsmustern: Über Rezeptoren werden Informationen aus dem Haltungs- und Bewegungsapparat an das zentrale Nervensystem – dem Gehirn – gesendet. Ist die Funktion der Rezeptoren eingeschränkt, kann das Nervenabschnitte negativ beeinflussen und sich wiederum auf die Motorik auswirken.

 

Bei der PNF-Behandlung werden Rezeptoren und Sensoren gezielt aktiviert und somit eine Verbesserung des Zusammenspiels von Nerven, Gehirn und Muskeln erreicht. Ziel ist es, Bewegungsabläufe flüssiger werden zu lassen, Muskelverspannungen zu normalisieren und motorische Koordination und Kontrolle zu optimieren.

 

 

 

 

SMT® – Sanfte Manuelle Therapie

Hinter der SMT®-Behandlung nach Dr. Graulich steht ein ganzheitliches Gesundheitskonzept, das sich mit dem Zusammenhang von Wirbeln, Organen und dem Verlauf von Meridianen beschäftigt – geprägt durch die Funktionslehre der chinesischen Medizin. Vor allem bei Beschwerden, die den Bewegungsapparat betreffen, kommt SMT® zum Einsatz. Beispielsweise bei Rückenschmerzen, Knieschmerzen oder Hüftgelenk-Problemen. Aber auch bei Migräne oder einem Tennisarm kann SMT® helfen.

 

Bei der Behandlung kann mit speziellen Techniken aus Druck und Mobilisation die Statik des Bewegungsapparates positiv beeinflusst werden.

 

 

NAP® – Neuroorthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität

Die NAP® ist eine Methode zur Rehabilitation wie auch zur Prävention. Ist die motorische Funktionalität des Körpers eingeschränkt, soll dem Gehirn eine "Idee" vermittelt werden, wie eine Bewegung geplant, unterstützt und ausgeführt werden kann. Dahinter stehen manuell-therapeutische Kenntnisse wie auch neurophysiologische Grundlagen.

 

Die Erkenntnis, dass Körperstrukturen durch funktionelle Aktivität beeinflusst werden, bestimmt die methodische Vorgehensweise dieser Therapie. Daher basiert die Behandlung auf gezielten und aktiven Bewegungen des Betroffenen.

 

 

Manuelle Therapie nach Phillipp W.

Die manuelle Therapie behandelt –  ganz generell – Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Das betrifft insbesondere die Behandlung von Muskeln, Gelenken und Nerven. Dabei dient die manuelle Therapie nicht nur als Methode, sondern nimmt auch eine diagnostische Funktion ein.

 

Bei der Behandlung werden verschiedene Mobilisationstechniken und spezielle Handgriffe angewendet, die zur Druckentlastung, Schmerzlinderung, Dehnung und Entspannung dienen.

 

 

Dorn-Therapie

Die Therapie nach Dorn ist eine sanfte Methode, die die manuelle Mobilisation von dysfunktionellen Wirbeln und Gelenken bezweckt. Angelehnt an Elemente der traditionellen chinesischen Medizin, wird mit gezielten Handgriffen in Kombination mit Bewegungen des Patienten gearbeitet.

 

Die Dorn-Methode eignet sich beispielsweise bei der Behandlung von Beinlängendifferenzen, Rückenschmerzen, Beckenschiefstände und Wirbel-Fehlstellungen. Auch gestörte Atemfunktionen wie beispielsweise Asthma und Bronchitis können durch eine sanfte Wirbel-Verschiebung nach Dorn behandelt werden.